Gilching – Die Enttäuschung war bei den Gilchinger Handballern riesengroß. Zwei Minuten vor Schluss hatten sie in Sonthofen noch mit 27:25 geführt. Als die Partie im Allgäu schließlich zu Ende war, lautete das Resultat 27:27 (12:17). Nur einer konnte mit dem Unentschieden gut leben. „Wenn mir das jemand vor dem Spiel gesagt hätte, hätte ich sofort unterschrieben“, sagte Klaus Schmid. Der Trainer hatte für die Partie gegen den Abstiegskandidaten gerade einmal zehn Akteure zusammenkratzen können, von denen zwei Torhüter waren.

Allerdings traf das dezimierte Team auf einen Gegner, der nur über bescheidene Mittel verfügte. „Sonthofen hat viel zugelassen“, stellte Schmid fest. „Die waren einfach nicht gut.“ Die Ausnahme von der Regel bildete Aleksandar Italo, den die Gilchinger nicht in den Griff bekamen und der mit elf Treffern entscheidenden Anteil daran hatte, dass seine Mannschaft noch einen Zähler rettete.

Zunächst fielen Italos Tore aber kaum ins Gewicht, weil die Gäste mächtig auftrumpften und nach einer Viertelstunde bereits mit 10:2 führten. „Jeder hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Schmid seine Akteure. Selbst die angeschlagenen Spieler ließen sich nicht hängen und trugen zu einer geschlossenen Leistung bei. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Sonthofener aber auch die eine oder andere Lücke in der Gilchinger Abwehr. Die Hausherren verkürzten bis zur Pause auf fünf Tore und waren acht Minuten nach der Halbzeit bis auf einen Treffer dran. Gilching verteidigte den knappen Vorsprung und sah vier Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 26:22 schon wie der sichere Sieger aus. Aber die Allgäuer hatten noch Italo, der sie vor einer Niederlage bewahrte.  hch

Torschützen: Kraisy 9/4, Skember 8, Mende 4, Laumer 3, Knör 2, Wegener 1