Gilching Auch wenn sich Klaus Schmid alle Mühe gab, an die Einstellung seiner Spieler zu appellieren, der Trainer der Gilchinger Handballer stieß mit seinen Motivationskünsten wie auf Granit. Und so erlebten die Falken am Samstagabend beim TV Memmingen mit 24:28 (14:16) eine herbe Abfuhr. „Für den Gegner ging es um alles, für uns ging es um nichts“, verwies der Coach auf die unterschiedliche Ausgangslage. So machten die Allgäuer am vorletzten Spieltag einen wichtigen Schritt, vielleicht doch noch den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga zu schaffen.

Der TSV Gilching bereitete ihnen nur in der ersten Hälfte ernsthafte Probleme. Weil der Memminger Torhüter zunächst so gut wie überhaupt keinen Ball zu fassen bekam, lagen die Gäste von Beginn an in Front. Erst gegen Ende der ersten Hälfte änderte sich das Bild, als die Gilchinger plötzlich bei der Chancenverwertung schluderten. Bis zur Pause lagen die Allgäuer auf einmal mit zwei Toren in Führung und gaben den Vorsprung nicht mehr her. Schmid monierte, dass keiner seiner Akteure auch nur annähernd Normalform erreichte, und attestierte den einen oder anderen einen „gebrauchten Tag“.

Vor allem aus dem Rückraum, wo Uros Bojanic schmerzlich vermisst wurde, entwickelten die Falken kaum Gefahr. Und am Kreis wurde es gegen die 6:0-Deckung der Hausherren immer schwerer. „Wir hätten noch fünf Stunden spielen können und hätten nicht gewonnen“, lautete Schmids Fazit.

Dass sein Team nur mit zehn Spielern in Memmingen aufgelaufen ist, wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Es wäre auch mit dieser Aufstellung möglich gewesen, das Spiel zu gewinnen“, war sich der Übungsleiter sicher. Nur hätte da die Einstellung seiner Schützlinge eine andere sein müssen. „Die Bereitschaft, maximalen Aufwand zu betreiben, ist nicht vorhanden gewesen“, stellte Schmid klar.  hch