Gilching Vor den beiden letzten Saisonspielen kommen die Gilchinger Handballer personell auf dem Zahnfleisch daher. Uros Bojanic musste aus privaten Gründen plötzlich nach Serbien zurückkehren, Philipp Laumer hat sich am Gründonnerstag im Training vermutlich einen Bänderriss zugezogen und Florian Hintz befindet sich am kommenden Wochenende in Urlaub. Zum Leidwesen von Klaus Schmid fällt auch noch Felix Kraisy aus beruflichen Gründen für die Partie am Samstag (19.30 Uhr) in Memmingen aus.

Dem Trainer ist das selbst ein wenig peinlich, schließlich möchte er keinen schlechten Leumund bekommen. „Wir wollen uns nicht der Wettbewerbsverzerrung schuldig machen“, versichert der Coach. Schnitzen kann er sich keine neuen Akteure, nur die Reserve hilft mit Florian Schmidt und Simon Jagenow aus. Ein Handicap muss das nicht sein. Gerade in den Begegnungen, in denen der TSV schwach aufgestellt war, wuchs er heuer über sich hinaus.

Schmid hätte gegen Memmingen und beim Saisonfinale zu Hause gegen den SV Pullach gerne noch einmal richtig angegriffen. Mehr als der vierte Tabellenplatz in der Bezirksoberliga ist aber kaum wahrscheinlich, denn die SG Kaufbeuren sollte aus ihrem Restprogramm wenigstens einen Sieg erwirtschaften. „Die Saison ist gespielt“, stellt der Übungsleiter fest.

Nun geht es darum, für das nächste Jahr die ersten Zeichen zu setzen. Da wollen Gilchinger mehr erreichen als einen vierten Rang. Wenn die Vorbereitung im Sommer im vollen Gang ist, kann Schmid wieder auf Maximilian Stückl zurückgreifen, der am Mittwoch am Kreuzband operiert worden ist. Jonas Bichteler sollte dann ebenfalls wieder zur Verfügung stehen. Auch Oliver Emmrich, der wieder nach Gilching zurückgekehrt ist, hat sich inzwischen angeboten.  hch