Gilching – Uros Bojanic genoss bei der Spielanalyse die absolute Priorität seines Trainers. Hatte Klaus Schmid den Handballer aus Serbien in der Vergangenheit immer wieder für seine Einstellung kritisiert, sparte er nach der Partie in Landsberg nicht mit Lob für ihn. „Er hat eine engagierte Leistung gezeigt.“ Der Coach des TSV Gilching war richtig zufrieden mit seinem Rückraumakteur und adelte ihn zum „besten Spieler“ seiner Mannschaft. Neun Tore gingen auf das Konto des Langen, der mit seiner Ausbeute die Falken im Spiel hielt.

Dass die Begegnung mit 22:25 (11:11) verloren ging, konnte Schmid verkraften. Zwar musste sein Team nun endgültig sein Ziel aufgeben, noch den dritten Tabellenplatz in der Bezirksoberliga zu erreichen, doch es zeigte eine ansprechende Vorstellung. Da fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass mit Felix Kraisy und Florian Hintz zwei wichtige Distanzschützen fehlten. Bojanic sprang für sie in die Bresche. Allerdings hätte er im Rückraum noch die eine oder andere Unterstützung nötig gehabt. Von Maximilian Stöckl ging keine Gefahr aus, immerhin kreierte Jonas Biechteler auf Linksaußen einen weiteren Brandherd, den die Landsberger nicht löschen konnten.

Dem Abstiegskandidaten vom Lech war die Verunsicherung vor allem in der ersten Halbzeit anzumerken. Gilching ließ es jedoch an der Cleverness fehlen, die Nervosität des Kontrahenten zu nutzen. „Wir haben viel weggeschmissen, wo ich sage, es müssen einfach Tore sein“, haderte Schmid mit der Chancenauswertung seines Teams. Statt mit sieben Toren in Führung zu gehen, brachten seine Handballer ein 11:11-Unentschieden in die Pause.

Es war alles noch möglich. Das stellten auch die Gastgeber fest, die nach dem Seitenwechsel wesentlich couragierter agierten. „Die haben gemerkt, da geht was“, stellte Schmid fest. Es dauerte nur fünf Minuten, da führte der Abstiegskandidat mit zwei Toren Unterschied. Nach einer Viertelstunde waren es bereits vier. Das genügte, um die Gilchinger in Schach zu halten. Ein Uros Bojanic reichte den Falken nicht. hch

Torschützen: Bojanic 9, Biechteler 6, Skember 3/2, Mende 2, Knör 1, Aust 1