Gilching – Ob sich seine Mannschaft am Sonntag (18 Uhr) im Bezirksoberliga-Heimspiel gegen die HSG Isar-Loisach durchsetzt, hängt für Klaus Schmid nur von einem einzigen Faktor ab. „Letztlich spielt die richtige Einstellung die größte Rolle“, sagt der Trainer der Gilchinger Handballer. Im Hinspiel passte sie überhaupt nicht. Die Falken gingen mit 23:34 unter und bestätigten, dass ihnen in der Fremde meistens der Mumm fehlt.

Allerdings korrigierte das Team zuletzt diesen Eindruck beim 36:31-Erfolg in Pullach. Der zweite Auswärtssieg der Saison resultierte vor allem aus der guten Moral der Gilchinger, gegen eine physisch robuste Mannschaft 60 Minuten lang ordentlich dagegenzuhalten. Diese Einstellung erwartet Schmid auch gegen die HSG, zumal „zu Hause die Leistung immer ganz ordentlich war“. Nur Kaufbeuren gelang es, zwei Punkte aus der Rathaushalle zu entführen.

Die Aussichten, gegen Isar-Loisach die Heimbilanz auszubauen, stehen laut Statistik gut. Von sieben Auswärtsspielen konnte der Aufsteiger nur die Partien beim Drittletzten in Landsberg und beim Vorletzten in Biessenhofen für sich entscheiden. Dass die HSG auf Rang fünf steht, hat sie vor allem ihrer Heimstärke zu verdanken. Am vergangenen Wochenende setzte es gegen Weilheim die erste Pleite vor eigenem Publikum. „Sie spielen einen schnellen Ball“, sagt Schmid. Da Isar-Loisach immer wieder durch Tempo die gegnerischen Abwehrformationen auseinanderreißt, ergeben sich vor allem außen Lücken, die die Spieler gut nutzen. Der gefährlichste Angriff der Liga verfügt in Philip Teubert (100 Tore), Florian Seemann (96) und dem ehemaligen Herrschinger Bastian Wolfgart (89) über seine effektivsten Akteure.

Schmid kann auf denselben Kader zurückgreifen wie zuletzt. Nicolas Aust fehlt weiter wegen Grippe. Schmid: „Die Mannschaft hat in Pullach gezeigt, dass sie es kann.“  hch