Gilching – Die Reaktion seiner Spieler nach der ersten Saisonpleite gegen den TSV Weilheim hat selbst Klaus Schmid überrascht. „Da war keine Selbstkritik, auch keine Schuldzuweisungen“, stellte der Gilchinger Handballtrainer fest, „es kam eigentlich nichts“. Die Falken schauten nur betroffen zu Boden, was dem Coach schon zu verstehen gab, dass sich seine Mannschaft nicht mehr so wohl in ihrer Haut fühlte.

Wie sehr die beiden verlorenen Punkte schmerzen können, fühlten die Gilchinger bereits beim Blick auf die Tabelle der Bezirksoberliga. Von der Spitze sind sie auf Rang drei abgestürzt. „Ich weiß nicht, ob den meisten bewusst ist, welche Chance sie haben“, sagt Schmid, der hofft, dass sein Team langsam zum Nachdenken kommt. Noch ein, zwei solcher Spiele, und der Traum vom Aufstieg in die Landesliga ist geplatzt. Bereits der kommende Gegner (Samstag, 17.30 Uhr) zählt zur Kategorie derjenigen Teams, die man unbedingt schlagen sollte. Die SG Kaufbeuren/Neugablonz hat im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich an Qualität eingebüßt. Zwar hat sich der Tabellenfünfte nach verpatztem Start wieder gefangen, doch er offenbart in Abwehr und Angriff deutliche und bisher unbekannte Schwächen.

Schmid ist zuversichtlich, dass sein Ensemble in Kaufbeuren etwas erben kann, denn er reist mit voller Kapelle an. „Wir sind so viele, dass wir mit fünf, sechs Auswechselspielern zum Auswärtsspiel fahren.“ Der Trainer freut sich über einen Luxus, den er in Gilching so noch nicht genießen durfte. Zur Mannschaft zählt wieder Maximilian Stöckl. Acht Monate nach seinem Kreuzbandriss fühlt sich der 21-Jährige fit genug, um sein Comeback zu geben. Die vergangenen sechs Wochen trainierte er eifrig mit und konnte sein verletztes Knie voll belasten.  hch