Gilching – Auswärts war mit den Gilchinger Handballern in dieser Saison noch kein Staat zu machen. Nur beim Tabellenletzten Herrsching konnte der TSV in dieser Saison punkten, ansonsten setzte es zum Teil saftige Niederlage. Die schwache Bilanz in der Fremde hat Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein der Falken.

Einzig Klaus Schmid schert sich nicht um das Zahlenwerk. „Das ist etwas, was mich nicht wirklich interessiert“, stellt der Trainer klar, dass es sich bei Statistiken nicht um in Stein gemeißelte Gesetze handelt. Wenn es nach ihm geht, besitzt sein Team am Sonntag (18.15 Uhr) in Pullach durchaus eine Chance, auch wenn die Umstände schwierig sind. Die Halle des Gegners hat über die Jahre ihren Ruf als Dunkelkammer nicht eingebüßt. Hinzu kommt, dass Harzverbot in dem Gebäude herrscht.

Der Gegner stellt das nächste Problem dar. „Die stehen schlechter da, als sie sind“, schätzt Schmid den aktuellen Ranglistenachten der Bezirksoberliga viel stärker ein. Mit 393 Toren in 13 Begegnungen verfügt der Sportverein über eine der stärksten Offensivreihen der Liga. Defizite hat der Tabellennachbar nur in der Defensive zu beklagen, die mit 407 Gegentreffern schon häufig düpiert wurde.

„Es wird ein schweres Spiel“, ist Schmid überzeugt. In der Hinrunde setzte sich seine Mannschaft knapp mit 32:29 gegen den Rivalen von der Isar durch. „Wir haben zu Hause ein sehr gutes Spiel abgeliefert.“ Der Trainer hofft, dass sich seine Akteure diese Leistung wieder ins Gedächtnis rufen. Dass beim Tabellensiebten in dieser Runde zumindest die Bilanz in eigener Halle stimmt, die am vorigen Wochenende allerdings von der ersten Heimpleite gegen Kaufbeuren getrübt wurde, liegt auch am Nachwuchs. Nicolas Aust, Raffael Kögel, Luca Wagner und Janik Schulz haben in den vergangenen Wochen große Fortschritte gemacht und heizen den Konkurrenzkampf im Team an. Da Jonas Biechteler seine Erkrankung überwunden hat, kann Schmid personell fast aus dem Vollen schöpfen. Verzichten muss Schmid nur auf Uros Bojanic.  hch