Gilching – Von Trennung möchte Klaus Schmid nichts wissen. „Ich werde weiter arbeiten“, kündigt der Trainer des TSV Gilching an. Trotz aller Widrigkeiten ist er nicht bereit, die Flinte vorschnell ins Korn zu werfen. Obwohl seine Handballer in der Rückrunde erst ein Spiel gewinnen konnten und teilweise einen desolaten Eindruck hinterließen, denkt der Coach nicht ans Aufhören. Mit viel Geduld und Hartnäckigkeit stellt er sich der Herausforderung, aus den Falken wieder eine Mannschaft zu formen. In der Hinrunde kam der Coach mit diesem Ansinnen schon sehr weit. Der Höhepunkt war sicherlich der 31:29-Erfolg über die SG Kempten-Kottern, der zwar am Ende etwas glücklich, aber nicht unverdient daherkam. Wenn sich die beiden Kontrahenten am Samstag (20 Uhr) in Kempten wieder gegenüberstehen, hat sich die Ausgangslage völlig verkehrt.

Bei 28:4-Punkten dürfen sich die Allgäuer weiterhin Hoffnungen auf den Titelgewinn in der Bezirksoberliga machen, während sich die Falken als Tabellenvierter (19:13) ihre Aufstiegsambitionen schon länger abschminken mussten. Was den Gilchingern im Vergleich zum Tabellenzweiten zuletzt häufig fehlte, ist der nötige Kampfgeist. Bei der Niederlage in Germering wehrte sich der TSV jedoch und hielt trotz eines schmalen Kaders die Begegnung bis zur Schlussphase offen. „Das ist das, was sie am Ende lernen müssen“, sagt Schmid, der hofft, dass bei seinen Spielern langsam der Groschen fällt und sie sich stärker als bisher engagieren.

Im Hinspiel konnte sich der Coach noch voll auf die Tugenden seiner Mannen verlassen. Diese Leistung ist wiederholbar, wenn es den Gilchingern gelingt, Kemptens erfolgreiche Werfer Timm Schwegler (109 Treffer) und Romario Fiala (104) auszuschalten.  hch