Jais nimmt das Team in die Pflicht

Am Dienstagabend hatten die Handballer des TSV Gilching eine Erscheinung: Der Abteilungsleiter höchstselbst kam im Training vorbei, um der Mannschaft nach dem 25:43-Fiasko in Weilheim die Leviten zu lesen. Ob Gottfried Jais mit seiner Gardinenpredigt seine Serienverlierer erreichte, sei dahingestellt. „Jetzt stehen sie in der Pflicht“, leitete zumindest Klaus Schmid einen moralischen Imperativ aus der Manöverkritik des Chefs ab. Der Trainer des Bezirksoberligisten hat sich in den vergangenen Wochen selbst als Mahner und Warner seines Teams versucht – geholfen hat es bekanntlich nichts. Vielleicht auch deshalb, weil der Coach erstmals in seiner langen Karriere keine Antwort auf die unendliche Misere seiner Mannschaft weiß. „Im Moment fällt mir die Lösung nicht ein.“ Immerhin äußerten laut Schmid einige Akteure im Gespräch mit Jais die Ansicht, „dass sich jeder selbst an die eigene Nase fassen muss“. Beim Heimspiel am Sonntag (18 Uhr) gegen die SG Kaufbeuren/Neugablonz sollte eine Hand zumindest frei sein, um den Gegner bei seinen Aktionen wirksam zu stören. Dass mit Sebastian Mende der etatmäßige Kreisläufer nach langer Verletzungspause wieder zurück ist, erweitert zumindest das Repertoire im Angriff.  hch