Gilching – Klaus Schmid waren selbst die 36 Treffer, die sein Team beim SV Pullach erzielte, noch zu wenig. „Wir hätten es zum Schluss deutlicher machen können“, sagte der Gilchinger Trainer. Der Erfolg seiner Handballer an der Isar mit 36:31 (18:12) fiel ihm zu bescheiden aus. Mitte der zweiten Halbzeit sah es nach einer ganz klaren Angelegenheit für die Falken aus, als sie bereits mit neun Treffern Differenz vorne lagen, doch dann gelang es dem Gegner, wieder zu verkürzen. „Ich weiß nicht, warum wir uns selbst in Bedrängnis bringen.“ Schmid klagte darüber, dass sein Ensemble im Abschluss oft zu ungeduldig agierte, anstatt den Kontrahenten in aller Ruhe zu sezieren.

Den letztlich aber doch ungefährdeten Auswärtssieg, der zweite in dieser Bezirksoberliga-Saison, konnten sich die arrivierten Spieler ans Revers heften. Der Trainer verzichtete darauf, die A-Jugendlichen zu sehr ins Geschehen einzubinden, weil er sie noch nicht für erfahren genug für die robuste Spielweise des Kontrahenten hielt. „Wir hatten die gestandenen Spieler auf dem Feld, die es wuppen mussten“, sagte der Coach. Maximilian Stöckl erledigte seine Aufgaben in der zweiten Halbzeit hervorragend und riss mit seinen Dribblings die gegnerische Abwehr immer wieder auseinander. Am Ende kam er auf vier Treffer und einige Vorlagen. „Er hat unser Spiel angekurbelt“, lobte der Trainer seinen Rückraumspieler.

Tadel fing sich dagegen Manuel Hattenberger ein, den die Pullacher später einwechselten. Der Routinier verstieß als einziger gegen das generelle Harzverbot in der Pullacher Halle. „Ich finde so etwas unfair“, so Schmid, der sich bei den Referees über das Treiben Hattenbergers beschwerte, der schließlich zum Händewaschen in die Kabine geschickt wurde. Da ihn die Gilchinger in Manndeckung nahmen, kam er nur auf zwei Tore und war für das Spiel der Pullacher kein Faktor. „Bis auf wenige Ausnahmen war es eine souveräne Leistung von uns“, resümierte Schmid. Vor allem als der Gegner zwei seiner Spieler unter Sonderbewachung stellte, agierten die Falken clever und kamen zu ihren Toren.  hch