1.Männer - TSV Gilching kann doch noch siegen

Drucken

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. April 2019 um 05:46 Uhr Geschrieben von: Harald Meier Dienstag, den 02. April 2019 um 05:46 Uhr

Quelle: e-Paper Münchner Merkur

 

Der richtige Gegner zur richtigen Zeit

TSV Gilching kann doch noch siegen

Gilching – In Euphorie brach Klaus Schmid nach dem 29:23 (15:13)-Erfolg am Sonntag über die SG Kaufbeuren/Neugablonz nicht aus. „Das Minimalziel ist erreicht“, stellte der Trainer der Gilchinger Handballer aber erleichtert fest. Aus der Bezirksoberliga absteigen können die Falken in dieser Saison nicht mehr. Für den Coach ist das nur ein schwacher Trost, schließlich stand er mit seinem Team zum Ende der Rückrunde noch auf Platz eins.

Nach sieben Niederlagen in Serie spielte der ehemalige Spitzenreiter wieder einmal so, dass er auch den Beifall seines Übungsleiters fand. „Das war eine Leistung, die nach Handball ausgeschaut hat“, befand Schmid. Mit Sebastian Mende verfügte er wieder über einen Kreisläufer, der die gegnerische Abwehr in zahlreiche Scharmützel verstrickte und die eigene Defensive wirkungsvoll verstärkte. Am Ende gingen neun Treffer auf sein Konto, von denen er sechs aus dem Spiel heraus erzielte.

Auch Kaufbeuren verfügte in Manuel Reckziegel über einen eminent gefährlichen Spieler, der aufgrund seines Kampfgeistes die Abwehr des TSV ständig vor neue Rätsel stellte. Allerdings fehlte ihm die Unterstützung, da seine Mannschaft nur mit zehn Akteuren angereist war. „Kaufbeuren war der richtige Gegner zur richtigen Zeit“, räumte Schmid ein. Die personelle Situation der Allgäuer spielte seinem Team in die Karten.

Außer Reckziegel (9 Tore) hatte die Spielgemeinschaft nur wenig Atemberaubendes zu bieten. Milan Vucicevic fehlte die Kraft, um sich in der Schlussphase noch einmal gegen die drohende Niederlage aufzubäumen. Mit vielen Nicklichkeiten fiel vor allem Jakub Mrklas auf. Der Tscheche provozierte Uros Bojanic so sehr, dass der Serbe in Gilchinger Diensten nach einem Revanchefoul in der 46. Minute vom Platz flog. Der Feldverweis brachte die Falken nicht aus dem Konzept, weil sie endlich einmal das taten, was ihr Trainer schon seit Wochen von ihnen erwartet. „Wenn man kämpft, funktioniert das auch.“ Schmid registrierte mit Genugtuung, dass bei seinen Akteuren endlich die erforderliche Einstellung vorhanden war.  hch

Torschützen: Skember 11/7, Mende 9, Kraisy 4, Biechteler 2, Bjanic 2, Laumer 1