Gilching – Als sich die Handballer des TV Memmingen und des TSV Gilching das letzte Mal begegneten, bedeutete diese Partie einen gewissen Wendepunkt für die Falken. Zwar behaupteten sie nach dem knappen 22:21-Sieg im Unterallgäu weiterhin die Tabellenführung in der Bezirksoberliga, aber erstmals setzte sich das Team von Trainer Klaus Schmid mit unglaublich viel Dusel durch. Danach war das Glück aufgebraucht, und es hagelte in den folgenden zehn Partien sieben Niederlagen. Die Misere führte dazu, dass der TSV zunächst seinen ersten Platz und dann seine Ambitionen auf den Aufstieg aufgeben musste.

Inzwischen halten sich die Falken auf Rang vier mit 19:15 Punkten. Eine endgültige Sicherheit vor dem Abstieg bedeutet diese Bilanz nicht. Da aus der Bayernliga sowohl der Eichnenauer SV als auch die HSG Würm-Mitte abzusteigen drohen und in der Landesliga Süd möglicherweise der TV Immenstadt und die HSG Dietmannsried nicht versetzt werden, könnte sich die Zahl der Absteiger aus der Bezirksoberliga erhöhen. Schmid hofft deshalb darauf, dass sein Ensemble den Klassenerhalt so schnell wie möglich in trockene Tücher bekommt: „Es wäre nicht schlecht, wenn wir noch die einen oder anderen zwei Punkte holen würden.“

Allerdings benötigen die Falken dazu erneut einen Wendepunkt. Fünf Niederlagen in Serie haben zuletzt am Selbstbewusstsein der Mannschaft gezehrt, die nach wie vor mit massiven Verletzungsproblemen zu kämpfen hat. Sebastian Mende wird wohl noch einmal passen müssen, während Florian Hintz vielleicht doch noch rechtzeitig fit wird. Der Gegner selbst beginnt schon vor dem Spiel mit seiner Zermürbungstaktik. Memmingen besteht darauf, am Sonntag (18 Uhr) in der Rathaushalle ohne Harz zu spielen.  hch