Herrsching/Gilching – Sowohl für die Handballer des TSV Gilching als auch die Reserve des TSV Herrsching geht es am Sonntag um 16.30 Uhr um einiges. Beide Mannschaften plagen rund um das Derby große Personalsorgen. Sowohl für Herrschings Trainer Konrad Herz als auch für Gilchings Klaus Schmid sind schwere Wochen angesagt.

„Ich muss ohne die komplette A-Jugend auskommen, weil die zeitgleich beim HT München spielt“, erklärt Herz. In den vergangenen Partien waren die jungen A-Jugendlichen fester Bestandteil der Spieler, die er aufs Feld schickte. Zusätzlich zu den drei A-Jugendlichen wird auch Klaus Schöttner fehlen. Schöttner, der beim ersten Saisonsieg in der vergangenen Woche mit elf Treffern überzeugte, ist privat verhindert. Und auch der Einsatz von Gian-Luca Postoy ist fraglich: „Er ist noch krank.“ Pascal Lang wird ebenfalls fehlen, da er sich einen Bänderanriss zuzog. „Alles in allem sieht es nicht rosig aus“, fasst Herz zusammen. Immerhin werden Elias Engelhard und Felix Herold aus der ersten Mannschaft mit von der Partie sein. Die beiden unter 21-Jährigen werden am spielfreien Wochenende der Ersten in der Reserve aushelfen. Herz geht davon aus, dass am Sonntag etwa acht Feldspieler und ein Torhüter auf der Platte stehen werden.

Auch beim Team von Klaus Schmid fehlen einige Schlüsselspieler. Uros Bojanic, mit 141 Toren bester Torschütze der Gilchinger im vergangenen Jahr, fehlt aufgrund einer Miniskusverletzung, und auch der Einsatz des in Regensburg studierenden Felix Kraisy ist fraglich. „Ansonsten haben einige Spieler eine Grippe oder andere kleinere Wehwehchen“, so Schmid. „Allerdings sollte es bei den meisten schon irgendwie gehen.“ Die Gilchinger wollen in Herrsching endlich einmal auswärts punkten. „Wir wollen mindestens einen Punkt holen“, erklärt Schmid. „Personell werden sich beide Teams wohl nicht viel nehmen.“

Mit drei Siegen aus bisher sieben Spielen stehen die Gilchinger deutlich vor Herrsching (ein Sieg) in der Tabelle. Allerdings wurden die Leistungen der Herrschinger von Woche zu Woche besser. Zuletzt gab es einen Überraschungssieg gegen Waltenhofen. Konrad Herz möchte auf dem Erfolgserlebnis aufbauen: „Wenn wir wieder so kampfstark auftreten, dann wird das ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem wir alle Chancen haben.“ Beide Übungsleiter sind sich jedoch einig, dass die Partie in der Abwehr entschieden wird: „Nur wenn wir in der Abwehr sicher stehen, können wir wieder erfolgreich sein“, meint Schmid. „Wir müssen den Herrschingern unser Spiel aufzwingen.“