Gilching – Die Gilchinger Handballer geben weiterhin Rätsel auf. Lassen die Falken zu Hause die nötige Aggressivität nicht missen, gebärden sie sich auswärts brav wie die Lämmer. Bei der 23:27 (12:15)-Pleite in Immenstadt funktionierte wieder einmal so gut wie gar nichts. „Da sind zum Teil haarsträubende Sachen dabei, wo man sich sagt, das kann doch nicht sein“, ärgerte sich Klaus Schmidt über die vierte Niederlage seines Teams in der Fremde. Der Gilchinger Trainer bedauerte, dass seine Akteure die günstige Gelegenheit verstreichen ließen, sich mit einem Sieg im Allgäu ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle abzusetzen. „Es war selten so einfach, in Immenstadt zu punkten.“ Stattdessen hält sein Ensemble mit 6:8 Zählern wieder Kontakt zur Abstiegszone.

Gegen den Tabellenvierten machten es sich die Gilchinger schwerer als nötig. Wer ihnen geflüstert hat, dass sich Immenstadts monströser Mittelblock aus Jonas Becker und Aleksandar Italo am besten mit hohen Anspielen überwinden lässt, war nach der Partie nicht mehr zu eruieren. Schmid war es jedenfalls nicht. Dazu gesellten sich einige Ausfälle. Benjamin Lechner erzielte zwar zwei Treffer, aber die Quote seiner Fehlwürfe war gigantisch. „Er hat zu viele Chancen vergeben“, monierte der Coach. Auch Jonas Biechteler fand mit seiner Darbietung keine Gnade vor seinem Übungsleiter. „Er hat wieder einen seiner berühmten Tage gehabt“, klagte Schmid. Weil auch die Abwehr keinen Glanztag erwischte, war nach der vielversprechenden Anfangsphase der Ofen schon wieder aus. Nach zehn Minuten führten die Hausherren, die verstärkt schnelle Gegenstöße liefen, mit 7:3 und verwalteten den Vorsprung bis zur Pause.

„Die Mannschaft hat nicht aufgegeben“, lobte Schmid die Moral seiner Spieler, die trotz mancher Defizite an sich glaubten. Die Torhüter Peter Vogel und Manuel Mende hielten ihr Team im Spiel. Obwohl es zeitweilig mit sechs Toren hinten lag, kämpfte es sich wieder heran. Schmid machte die Niederlage auch daran fest, dass Felix Kraisy für die Fahrt nach Immenstadt passen musste und deshalb ein effektiver Spieler im Rückraum nicht zur Verfügung stand: „Es sind fünf, sechs Tore, die uns fehlen.“  hch

Torschützen: Skember 7/4, Stöcjkl 4, Mende 4, Biechteler 3, Lechner 2, Aust 2, Müller 1