Gilching – Für die letzten vier Saisonspiele hatte sich der TSV Weilheim etwas Besonderes ausgedacht. Der vom Abstieg bedrohte Tabellenachte der Handball-Bezirksoberliga entließ in der vergangenen Woche seinen Coach Nikodije Jovanovic und installierte dessen Vorgänger Carsten Rösler. Der Wechsel auf der Trainerbank zahlte sich prompt aus, obwohl Rösler gegen den TSV Gilching gar nicht in der Halle war. Das Team aus dem Pfaffenwinkel siegte 43:25 (19:7), für die Falken war es die siebte Pleite in Serie.

Der Gilchinger Trainer Klaus Schmid wirkte ratlos: „Ich kann nicht sagen, es liegt daran oder daran“, sagte er. Zum wiederholten Male konstatierte der Coach, dass seiner Mannschaft die Führungspersönlichkeiten fehlen. „So wird es schwierig, dieses Jahr noch ein Spiel zu gewinnen.“ Keine guten Aussichten für die ausstehenden drei Begegnungen.

Gemessen an der Leistung in Weilheim, wo kein Aufbäumen der Mannschaft zu sehen war, kann es schwierig werden, die Klasse zu halten. Der TSV verfügt zwar über ein ausgeglichenes Konto von 19:19-Punkten, doch das könnte nicht reichen, sollten die nächsten Partien gegen Kaufbeuren, Landsberg und Biessenhofen noch verloren werden. Bisher steht nicht fest, wie viele Teams aus der Liga tatsächlich absteigen müssen.

Die Leistung gegen Weilheim stimmte jedenfalls nachdenklich. Die Gilchinger ergaben sich widerstandslos ihrem Schicksal. Schmid versuchte zwar mit zahlreichen taktischen Manövern auf das Spiel seiner Mannschaft Einfluss zu nehmen, aber seine Spieler zeigten sich außer Stande, seine Anregungen umzusetzen. Ein Ende der Krise sieht Schmid nicht, sondern er sagt: „Es bleibt schwierig.“ Die Weilheimer haben dagegen im Abstiegskampf wieder Hoffnung geschöpft. Ein Sieg mit 18 Toren Unterschied ist schon eine klare Ansage.  hch