Gilching – Klaus Schmid ist ratlos. „Ich kann nicht sagen, warum wir nicht mehr kämpfen können.“ Der Trainer des TSV Gilching weiß keine Antwort auf die momentane Misere seiner Handballer. In Gröbenzell gewann der Tabellendritte der Bezirksoberliga zwar die Partie, aber der Auftritt wirkte genauso blutleer wie die letzten Vorstellungen vor der Winterpause.

Es ist nicht so, dass das gesamte Team die Maloche verweigert. Maximilian Stöckl und Sebastian Mende gehen stets mit gutem Beispiel voran, aber sie finden immer seltener beherzte Nachahmer. Vor einem guten Jahr war das noch anders. Die Falken reisten mit einem Notaufgebot nach Sonthofen und erarbeiteten sich dort einen wertvollen Sieg. Am Samstag (20 Uhr) treten sie wieder bei den Allgäuern an. Schmid kann jedoch nicht mit Sicherheit sagen, ob sein Team wieder eine solche kämpferische Leistung an den Tag legt. „Ich habe keine Idee, wie wir den Schalter umlegen können.“

Seine Mannschaft wird in Sonthofen an ihre Grenzen gehen müssen. „Die stehen mit dem Rücken zur Wand“, weiß der Gilchinger Coach. Mit 8:16 Punkten befindet sich der Tabellenzehnte mitten in der Abstiegszone. Die Situation hat sich für Sonthofen nach der jüngsten Niederlage in Biessenhofen sogar noch verschärft.

Aber auch die Gilchinger stehen unter Druck, wenn sie sich ihre Chance auf den Aufstieg in die Landesliga erhalten wollen. Allerdings muss Schmid demnächst womöglich auf Florian Hintz verzichten, bei dem ein Verdacht auf einen gebrochenen Zeh vorliegt.  hch