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Weibl. B-Jugend – 2 Siege reichen um in der Saison 2019/20 in der Landesliga zu spielen !

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Genau mit diesen Worten hat Trainer Kees seine Ansprache vor dem ersten Spiel des dritten Qualifikationsturniers zur Landesliga eröffnet. Und, er sollte Recht behalten! Nach einem holprigen Anfang mit zwei mehr oder weniger deutlichen Niederlagen hat das Team der weiblichen B-Jugend mal wieder seine großartige Moral bewiesen und die letzten beiden Spiele gewonnen. Eins davon auch noch gegen den überragenden Gastgeber und Turniersieger des Spieltages, die Mädels des SC Vöhringen. Um mit den Worten von Jürgen Klopp zu kommentieren: Alles ist möglich!

So wie schon beim ersten Landesligaqualiturnier am 11. Mai in Heilsbronn, musste die Mannschaft um das Trainerduo Kees und Susanne wieder eine weite Anfahrt auf sich nehmen. Das Turnier fand in dem knapp 2 Stunden entfernten Vöhringen statt. Nicht nur die lange Fahrt machte Ihnen im Vorfeld zu schaffen, sondern auch die schwere Auslosung, die sie als Gegner bekommen hatten: 3 Mannschaften, die sich die Woche zuvor schon für die Bayernliga qualifizieren wollten. Der TSV Meitingen, der 1.FC Nürnberg und Schwabmünchen. Nur die Gastgeber des SC Vöhringen hatte sich, wie die Gilchingerinnen, für die Qualifikationsturniere zur Landesligaturniere gemeldet und im ersten Turnier Platz 2 und im zweiten souverän ohne Verlustpunkte Platz 1 belegt – also war es allen Spielerinnen und den Trainern von vornherein klar, dass das Weiterkommen kein Sonntagsspaziergang wird, sondern harte Arbeit bedeutet.

Der erste Gegner hieß dann auch gleich Schwabmünchen. Eine Mannschaft, die ihre Gegner mit einer offenen Abwehr irritieren möchte. Das hieß für die Gilchingerinnen sich viel zu bewegen, den Bällen entgegenlaufen und Wechsel ziehen. Also einfach Handball spielen. Am Anfang lief es super und Charlotte und Bella nutzten ihre Chancen und trafen ins Tor. Das hieß 2:0 Führung. Allerdings konnte Schwabmünchen mit ihren sehr athletischen Spielerinnen zum 2: 2 ausgleichen und bis zur Halbzeitpause sogar eine 6:3 Führung erzielen. Amelie konnte zwar den Rückstand nochmal auf 6:4 reduzieren, aber danach schlichen sich mal wieder die technischen Fehler ein und die Laufbereitschaft war nicht vorhanden. Trainer Kees versuchte mehrere Angriffsvarianten, aber die Gegnerinnen spielten immer wieder geschickt ihren Außen frei, die zu 90% das Tor traf und das Spiel wurde mit 14:9 dann doch zu deutlich verloren.  

Die Gegnerinnen des zweiten Spiels hatten sogar eine noch längere Anfahrt: es waren die Mädels aus Nürnberg. Sie hatten nur eine Auswechselspielerin und keinen Torwart dabei und ihr erstes Spiel mit 10:16 auch verloren. Allerdings spielte die Spielerin, die im ersten Spiel im Tor stand, jetzt im Feld und den Gilchingern wurde auch schnell klar warum: sie erzielte nicht nur in dieser, sondern auch noch bei allen weiteren Partien des Turniers die meisten Tore. Ihre Wurfkraft und körperliche Überlegenheit waren immens und keine Gilchingerin konnte sich dagegenstemmen. Alle wurden bei der Manndeckung von ihr überrollt. Aber das eigentliche Problem lag im Gilchinger Angriffspiel: es war Standhandball. Als hätten alle Blei in den Schuhen, bewegte sich niemand und die Bälle wurden im Stehen hin und her gepasst. So kann man kein Spiel gewinnen. Im Gegenteil in der Halbzeit stand es 9:2 für die Nürnbergerinnen. Das Trainerduo konnte die Mannschaft nicht aus seiner Lethargie rausholen und so ging das Spiel zu Recht mit 18:8 (!) verloren. Danach stellte sich die Frage: wollen die Mädels überhaupt Landesliga spielen?

Nach dem Genuss von Charlottes mitgebrachten Pfannkuchen mit Nutella schienen die Lebensgeister bei den Mädels zurückgekehrt zu sein. Der nächste Gegner hieß TSV Meitingen, eine schon aus der letztjährigen Qualifikationsrunde bekannt Mannschaft. Sie hatten auch ihre ersten beiden Spiele des Turniers schon verloren und wollten genauso wie die Gilchingerinnen unbedingt gewinnen. Es hieß die Spielerin auf Halblinks in den Griff zu bekommen: sie war wendig und tanzte entweder ihre Gegenspielerinnen aus oder konnte 2 Gegnerinnen binden und somit ihre Außenspielerin freispielen, die sehr treffsicher war. Also war die Devise frühes Stören und Festmachen der Gegnerinnen, so dass der Ball erst gar nicht weitergespielt werden konnte. Die Rechnung ging auf und zudem waren die Gilchingerinnen im Angriff schnell auf den Füßen, trauten sich in die gegnerische Abwehr rein zu gehen, spielten mit ihren Spielabläufen immer wieder ihre Mitspielerinnen frei und trafen ins Tor der Meitingerinnen. Trotzdem stand es zur Halbzeit erst 4:4 Unentschieden. In der 17ten Minute konnten die Gilchingerinnen erstmals einen 2-Tore Vorsprung rauspielen und das Spiel mit 10:7 gewinnen. War ein harter Kampf, aber alle Spielerinnen brachten vollen Einsatz- egal ob im Feld oder auf der Bank.

Wie schon in der letzten Woche trat das Team um 16.00 Uhr dann zu seinem letzten Spiel des Tages, gegen den souveränen Turniersieger SC Vöhringen an, der jedes seiner vorangegangenen Spiele hoch gewonnen hatte. Nichtsdestotrotz wollten die Gilchingerinnen ihr Bestes geben und der Devise von Jürgen Klopp folgen: Alles ist möglich! Da bei der Beobachtung der vorangegangenen Spiele von Vöhringen zwei Spielerinnen herausragend agierten, hatte Trainer Kees die Idee die Bessere der beiden von Anfang an durch Laura Manndecken zu lassen und dadurch von Anfang an den Spielaufbau der Vöhringerinnen zu stören. Und seine Rechnung ging auf – zudem, da die Gilchingerinnen im Angriff ihr Können zeigten und in der 5ten Minute mit 5:1 in Führung lagen. Die Vöhringer Trainerin nahm sichtlich verärgert eine Auszeit, die Kees dazu nutzte Katharina die Aufgabe zu erteilen, die 2te Spielerin Mannzudecken. Das hieß am Sechsmeterkreis wurde 4 gegen 4 gespielt, da sich die beiden gedeckten Spielerinnen ihrem Schicksal ergaben und sich nicht mehr ins Angriffspiel einschalteten. Kathi, Charlotte, Bella und Amelie hatten somit alle Hände voll zu tun und weite Strecken beim Verrutschen am Kreis zurückzulegen. Und das machten Sie hervorragend. Und wenn die Außenspielerin doch mal zum Wurf kam, war Flondina, die an diesem Sonntag überragend ihren Job im Tor der Gilchingerinnen machte, parat und hielt was sie halten konnte! Bis zur Halbzeit konnten die Vöhringerinnen nur 2 (!!) Tore erzielen und so ging es mit einem 6:2 für Gilching in die Pause.  In den letzten 12 Minuten des Turniers war klar zu sehen, was in den Mädels steckt und wofür sie so fleißig joggen waren: konditionell waren sie wirklich auf der Höhe und führten in der 19ten Minute immer noch mit 4 Toren (9:5). Ausschlaggebend dafür war außerdem die Ruhe, die sie im Angriffsspiel zeigten und so lang den Ball unter Kontrolle hielten, bis sie zum Tor vordringen konnten. Aber eine Minute vor Schluss stand es nur noch 10:9 für die Gilchingerinnen. Kees nahm eine Auszeit und motivierte die Mädels, weiterhin so lang zu spielen, bis sich die Lücken in der gegnerischen Abwehr auftun und dann konsequent auf´s Tor zu gehen. Die Gegnerinnen spielten dann in der letzten Minute eine komplett offene Manndeckung, die Amelie nutzte und ihrer Gegenspielerin weglaufen und das 11:9 erzielen konnte. Zurück in der Abwehr blieben noch 25 Sekunden, in denen Vöhringen zwar noch ein Tor erzielte, aber das Spiel für Gilching mit 11:10 gewonnen wurde. Unglaublich! Das Trainerduo Kees und Susanne waren (und sind es jetzt noch) stolz auf ihr Team und wurden mal wieder bestätigt, dass sich die Arbeit mit den Mädels lohnt und sie schon in nur einem Monat Zusammenarbeit soviel gelernt und umgesetzt haben!

Das Turnier war allerdings noch nicht zu Ende. Gilching hatte zu dem Zeitpunkt vor Nürnberg (die nur das Spiel gegen Gilching gewonnen hatte) und Meitingen (die alle ihre 3 Partien verloren hatten) Platz 3 inne, was hieß, dass sie für die Landesligasaison 2019/2020 qualifiziert waren. Meitingen hatte gar nichts mehr zu verlieren und Nürnberg musste gewinnen, um den dritten Platz einzunehmen. Und sie machten es wirklich spannend: Halbzeitstand 7:7. Irgendwie war die ganze Halle auf Meitinger Seite, die sich unbedingt mit wenigstens einem Sieg aus dem Turnier verabschieden wollten. Und so siegten sie tatsächlich mit 14:12 über Nürnberg, was bedeutet, dass Gilching auf dem 3ten Platz geblieben ist und in der Saison 2019/2020 in der Landesliga spielen wird!

Um noch die Frage nach dem zweiten Spiel zu beantworten: Ja, die Mädels wollen unbedingt Landesliga spielen! Und jetzt bleibt den Spielerinnen und den Trainern genügend Zeit bis zum Saisonanfang nach den Sommerferien, um ihr handballerisches Können weiter auszubauen, zu festigen und tolle Spiele zu zeigen. Mädels, ihr seid ein tolles Team.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die mitgefahrenen Eltern, die auf der Tribüne mitgefiebert und angefeuert haben und Leni und Celina aus der B2, die an diesem Sonntag das Team in Vöhringen unterstützt haben.

Mit dabei waren: Flondina Mani (Tor), Katharina Deutinger (5), Laura Schäufler (5), Amelie Gröbel (11), Isabell Gröbel (9), Xenia Hackenberg, Katharina Lenhardt, Viktoria Glück, Charlotte Böhm (8), Leni Beiwinkler (1), Celina Seligmüller, Julia Romacker 

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